Dies ist ein Interview mit der Ergotherapeutin Marina Preisig aus der Schweiz. Sie nutzt den Sakkadentrainer regelmässig und war so nett einige Fragen rund um das Thema Augentraining zu beantworten. Vielen Dank für die Erlaubnis, das Interview zu veröffentlichen!


Interview-Fragen:

  • Was sind die häufigsten Ursachen / Gründe, warum jemand eine Hemianopsie / einen visuellen Negelekt hat?
    • Ich denke es ist der Cerbrovaskuläre Insult oder ein Hirntumor welcher den Sehnerven beeinträchtigt. Diese beiden Diagnosen erfahre ich zumindest in meiner Arbeit als am Häufigsten. 
  • Wie sieht die Therapie bei Hemianopsie in der Regel aus?
    • In der Ergotherapie steht die Betätigung im Vordergrund deshalb wird betreffend Hemianopsie oft auch direkt im realen Alltag der betroffenen Klienten geübt. Das Sakkadentraining bietet aber den Klienten ein gefahrenloses Übungstool, welches Sie unter Anleitung kennenlernen und danach selbst anwenden und üben können. 

  • Wie können Sie Patienten für ein Gesichtsfeldtraining motivieren?
    • Die Motivation für das Training stellt das alltägliche Betätigungsziel dar. Oftmals möchten die Klienten sich sicherer in Ihrer Mobilität fühlen, auch zu Fuss.
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit der Erstattung von Therapiekosten im Zusammenhang mit dieser Software gemacht?
    • Ich benutze das Programm schon seit langem, aber leider lehnen die meisten Schweizer Krankenkassen und Zusatzversicherungen die Software immer noch ab. Man kann es aber mit einem Rezept von Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin versuchen.
  • Was würden Sie anderen Menschen mit Hemianopsie empfehlen?
    • Ein konstantes üben der Sakkadenbewegung lohnt sich. Klienten haben oftmals eine Verbesserung in ihrem alltäglichen Leben festgestellt und kann in einer nichtvertrauten Umgebung Sicherheit geben.